Edit: 30. November 2021
Von: Hartmut Plicht

Entgelttabelle ab Dezember 2022

Manch einer wird wissen wollen, was er nach dem Tarifergebnis zu erwarten hat. Wir stellen euch dafür die Entgelttabelle ab Dezember 2022 (ohne Gewähr) bereit, damit ihr schon einmal schauen könnt.

Als Nachlese noch die Stellungnahmen (grünen Text anklicken) zum Tarifabschluss von

  • dbb Bund („Das, was jetzt vorliegt, war in der besonderen Situation, in der wir uns Ende November 2021 befinden, das maximal Machbare.“)
  • dbb hamburg („Mehr Schatten als Licht …“)

Kommentar schreiben


Edit: 29. November 2021
Von: Hartmut Plicht

Tarifeinigung – in Zeiten wie diesen …

Eckpunkte sind:

  • 1300 Euro Corona-Sonderzahlung
    (steuer- und abgabenfrei spätestens im März 2022)
    2,8 Prozent Entgelterhöhung (zum 1.12.2022)
  • Auszubildende
    650 EUR Corona-Sonderzahlung und
    Entgelterhöhung zwischen 50 und  70 EUR
  • Tarifvertragslaufzeit 24 Monate

Erhebliche Verbesserungen gab es für den Krankenhausbereich (Pflegekräfte). Leider haben die in der Justiz tätigen Mitgleider der DJG nichts davon. Aber es zeigt wenigstens die Einsicht der TdL (Verhandlungsgemeinschaft der öffentlichen Arbeitgeber), dass Klatschen nicht ausreicht. Hoffen wir, dass sich diese Einsicht langfristig auch für uns Justizbeschäftigten durchsetzt.

Selbstkritisch ist festzuhalten, dass das Ergebnis nicht unseren Erwartungen entspricht. Einziger Trost ist, dass die von der TdL geforderte Änderung des Arbeitsvorgangs abgewehrt werden konnte. Dies hätte bei vielen Tarifbeschäftigten mit Geschäftsstellentätigkeit eine Herabgruppierung ermöglicht.

Zutreffend stellt der für zahlreiche Gewerkschaften verhandelnde dbb einsichtig fest (siehe hier)
Unsere Kolleginnen und Kollegen hätten mehr verdient gehabt und für einen konkurrenzfähigen öffentlichen Dienst braucht es auch mehr.“ , während der nicht zum dbb gehördende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke den Abschluss selbstgefällig als ein „in weiten Teilen respektables Ergebnis“ (siehe hier) bezeichnet.

Viele Mitglieder der DJG-Hamburg wollten sicherlich für einen besseren Abschluss gerne noch weiter kämpfen. Möglicherweise lag diese Haltung bei anderen Gewerkschaften nicht so ausgesprägt vor. Euch allen, egal ob Mitglieder oder sich solidarisch erklärende (auch beamtete) Kolleginnen und Kollegen, ein ganz herzliches Dankeschön für euren Einsatz bei unseren Aktionen, Demonstrationen und Kundgebungen. Vielleicht war ja unsere Fahrt vom letzten Sonnabend nach Celle der notwenige Auslöser für die unmittelbar danach aufgekommene Verhandlungsbereitschaft der TdL. Wir hatten in Celle dem Verhandlungsführer der Arbeitgeber noch einmal ordentlich Dampf gemacht. Danach hat sich die TdL überhaupt erstmalig bewegt und von der Änderung des Arbeitsvorgangs abgesehen.

Nun hoffen wir, dass unser Bürgermeister Dr. Tschentscher Wort hält, und die Ergebnisse des  Tarifvertrags auf unsere Beamtinnen und Beamte überträgt.

 

Kommentar schreiben


Edit: 18. November 2021
Von: Hartmut Plicht

Justiz braucht Rettungsschirm

Die DJG Hamburg hat sich erfolgreich an den dbb-Streikmaßnahmen vom 16. November 2021 (siehe unseren Streikaufruf) beteiligt.

 

 

So sieht es aus, wenn sich die DJG Hamburg an Streikmaßnahmen beteiligt! Die dbb Gewerkschaften waren Richtung Personalamt der Stadt Hamburg marschiert, um dort ihre Forderungen zu bekräftigen. Die Sache war klar. Nicht nur die Justiz, sondern der gesamte öffentliche Dienst benötigt dringend einen Rettungsschirm, zumal unsere Forderungen angesichts der treibenden Inflation auch von der Arbeitgeberseite als moderat anerkannt werden müssten. Um unser Anliegen deutlich zum Ausdruck zu bringen spannten alle ihre Schirme auf, die natürlich in gut sichtbaren dbb-Farben gehalten waren.

Die Arbeitgeber haben es nicht begriffen! Wir waren während des Coronajahres 2020 für die Bürger da und konnten als Justizbeschäftigte nicht untertauchen. Auch jetzt bei täglichen Neufällen von über 65.000 sind wir noch immer da. Die Justiz ist „systemrelevant“. Sollen Straftäter frei rumlaufen oder Zivil- und Familienprozesse erst nach Jahren stattfinden? Erbscheine und Betreuerausweise werden stets auch dringend benötigt. Dies gilt aber insgesamt für den öffentlichen Dienst. Man denke nur an Zulassungsstellen, abgelaufene Reisedokumente, Ausweise und, und, und.

Doch bevor es zum Personalamt ging hatten sich DJG-Mitglieder versammelt und sind gemeinsam zum Treffpunkt mit den anderen Gewerkschaften marschiert.

 

 

 

Dann ging es mit den anderen dbb-Gewerkschaften über die Ludwig-Erhard-Straße  bis in Rufweite des Personalamts, wo wir unsere Forderungen lautstark bekräftigten.

 

(Zum Vergrößern Foto anklicken)

 

(Foto mit Schirmen: dbb hamburg – Adomat/Kasch)
(Übrige Fotos: DJG-Hamburg)

 

Kommentar schreiben


Edit: 31. Januar 2020
Von: Hartmut Plicht

DJG bei Bundesjustizministerin

Am 20. Januar erfolgte ein Arbeitsgespräch des DJG-Bundesvorsitzenden Emanuel Schmidt und der übrigen Vorsitzenden der Justizgewerkschaften mit der Justizministerin Christine Lambrecht,  deren offizielle Amtsbezeichnung „Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz“ lautet.

Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Investitionen in qualifiziertes Personal die Attraktivität der Justiz für die dringend notwendigen Nachwuchskräfte bzw. Bewerber erhöhe. Der DJG-Bundesvorsitzende Schmidt sprach weiter die aktuelle Entwicklungen bei der Realisierung der elektronischen Akte an. Ferner stellten alle Vorsitzenden der Justizgewerkschaften fest, dass es unerlässlich sei, dem „mittleren Dienst“ mit Hilfe der bekannten Länderöffnungsklausel und in Form von Aufgabenübertragungen neue Stärken zu verleihen. Gerade im Bereich der Urkundsbeamten der Geschäftsstellen und bei den Rechtspflegern möge die Justizministerin bei den Ländern für längst mögliche  Aufgabenübertragungen werben. Letztlich wurde auch die zunehmende Anzahl von Übergriffen gegen Justizbeschäftigte ausgiebig thematisiert.

Hier zum vollständigen Bericht

Kommentar schreiben


Edit: 10. Juli 2019
Von: Hartmut Plicht

Tarifrunde 2019 abgeschlossen??? Denkste!

Da dachten wir im März, nun sei für die Jahre 2019, 2020 und teilweise 2021 zwischen unseren Gewerkschaften und den öffentlichen Arbeitgebern der Länder alles ausgehandelt. Wie sich schon seit März abzeichnete und sich jetzt immer klarer herausstellt ist dem nicht so. Zwar – das muss zugegeben werden – sind  die linearen %-Erhöhungen ausgezahlt worden. Aber wir haben in dem Tarifabschluss noch weitere Verbesserungen erzielt. Das sind u.a. die erhebliche Erhöhung der Garantiebeträge bei Höhergruppierung auf 100 EUR bzw. 180 EUR sowie die Überleitung der „kleinen 9“ in die Entgeltgruppe 9a mit normalen Stufenlaufzeiten.

Obwohl es auf der Hand liegt, die Überleitungsregelungen aus dem vorrangegangenen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Beschäftigten des Bundes (TVöD) zu übernehmen und wahrscheinlich im März auch allseits davon ausgegangen wurde, vertreten die in der Arbeitgeber jetzt abweichende Umsetzungsvorschläge. Ähnliches gilt für Bestrebungen der öffentlichen Arbeitgeber der Länder, die ohnehin eingefrorene Sonderzahlung („Weihnachtsgeld“) nochmals abzuspecken. Jedenfalls kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in unwürdiger Art und Weise bei vielen Punkten „nachgepokert“ werden soll.

Zur vollständigen Information des dbb vom 8. Juli 2019 zur Umsetzung der Tarifeinigung 2019 im Länderbereich

Kommentar schreiben oder lesen (2 Kommentare)


Ältere Artikel »

Die letzten 20 hinzugefügten Artikel

  1. Tarifeinigungspapier und Corona-Sonderzahlung
  2. Entgelttabelle ab Dezember 2022
  3. Tarifeinigung – in Zeiten wie diesen …
  4. Justiz braucht Rettungsschirm
  5. AUFRUF zum WARNSTREIK
  6. Gelungener „Prozentlauf“ bei großer DJG-Beteiligung
  7. Am 28. Oktober 2021 „Prozentlauf“
  8. DJG-Hamburg vor dem OLG – Minusrunde ohne uns !
  9. Tarifaktion der DJG Hamburg vor OLG
  10. Interview: Hamburger Justizwachtmeisterin der Mobilen Einsatzgruppe (MEG)
  11. Bahnstreik: Vorgeschmack für Justiz!
  12. Personal fehlt überall – Pakt für den Rechtsstaat ausbauen !!!
  13. Personalamt lehnt Alimentationsansprüche ab – wie geht es weiter?
  14. Fortgang der Eingruppierungsklagen
  15. Justizbedienstete sind „systemrelevant“ (Coronaimpfung)
  16. DJG-Mitglied unzureichend besoldet – Verwaltungsgericht legt Klage dem Bundesverfassungsgericht vor
  17. Transporttaschen für die Mobile Einsatztruppe
  18. Justiz: Was steht im Koalitionsvertrag?
  19. Hamburg hat gewählt….
  20. DJG bei Bundesjustizministerin